Förderkreis Hasefriedhof - Johannisfriedhof e.V.

Berichte

Pflanzaktion mit den Freunden des Deutschen Rosariums VDR am 03. November 2006

Um 12:00 Uhr kamen die Dortmunder schon an. Eine Abordnung des Vereins - 4 Personen mit der Vorsitzenden Frau Barbara Nasarian-Eckstein, Marlene Appelhans und dem Ehepaar Hermann und Heiderose Kopp.

Nach einer kurzen Mittagspause in der Kapelle, gedeckter Tisch - Kaffee und Kuchen wurden die Standorte kurz besichtigt und alles für die Pflanzung vorbereitet.

Die 16 verschiedenen Sorten der Alba-Rosen, die von den Dortmundern gespendet wurden, wurden zunächst in Wassereinmern getränkt. Dafür wurden die Wurzeln zuerst mit einer Rosenschere angeschnitten, damit sie das Wasser besser aufsaugen konnten.

Für die Pflanzaktion hatten die Dortmunder spezielles Werkzeug mitgebracht, das sich bei Pflanzungen bewährt hat. So z.B. der Belüftungsstab - man kann ihn bei den Dortmunder Rosenfreunden erwerben. Er dient zum einen dazu, den Boden zu prüfen, aber auch später, wenn die Rosen gut angewachsen sind, den Boden rund um sie herum zu belüften.

Außerdem den Erdlochbohrer - nach dem man mit dem Spaten ein ca. 80 cm tiefes Loch gebohrt hat, dient er dazu, den Boden noch tifer aufzulockern, damit die Rose, die eine Tiefwurzlerin ist, ihren Weg durch den Boden gut nach unten findet. Man findet ihn im Fachhandel und in Baumärkten. Sie werden dort für das Eingraben von Pfählen angeboten.

Schon bevor weitere Interessierte und Vereinsmitglieder/innen eintrafen, waren die ersten Rosen in der 1. Abteilung schon in der Erde. Für den Eingangsbereich wurde die Rosa alba 'semiplena' gewählt, weil diese Rose schon in der Antike bekannt war und so den Bezug zu der klassizistisch geprägten Friedhofsanlage bildet. Ebenso die Rosa alba 'Maxima', die mit der griechischen Göttin der Liebe in Verbindung gebracht wird und die die Friedhofsbesucher/innen mit ihrem unvergleichlichen Duft empfangen soll. Diese Rosen sind einmalblühend, ihre Blütezeit reicht also nur von Juni bis Juli.

An die Grabstelle der Familie Keiser, die mit Hilfe des Fördervereins restauriert wurde, wurde die Rosa alba 'Celeste' gepflanzt, die 'Himmlische'. Ihre Blüte wird später in einem zarten Rosa erscheinen. Die Blütenform ist der Rose sehr ähnlich, die in dem Metallgitter zu sehen ist, das die Grabstelle einfaßt. Wie alle Alba-Rosen ist auch diese Sorte recht frosthart, also auch gut für unser nördliches Klima geeignet.

12 Rosen haben hier auf dem Hasefriedhof an diesem Tag einen guten Platz gefunden. Für die noch verbleibenden 4 waren schon Standorte auf dem Johannisfriedhof vorgesehen, wo der Förderkreis an den Grünpflegetagen bereits tätig gewesen ist.

Herr Appelhans hat eine Rosenpflanzung exemplarisch vorgeführt - Erdmischung und Pflanzhinweise.

Vorlesen von Frau Nasarian aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi - Bruder Tod - keine Berührungsängste haben - er gehört zu uns Menschen - sie findet es gut, wenn wir hier etwas Neues entstehen lassen, einen Ort beleben, an dem Stille erfahrbar wird und Themen einen Raum finden, die uns an unsere Vergänglichkeit erinnern, um achtsamer mit dem Leben umzugehen.

Die Dortmunder/innen waren sehr glücklich darüber, daß diese Pflanzaktion auf unserem Friedhof stattgefunden hat. Es wurde betont, daß es so etwas wohl in dem großen Verein der Rosenfreunde mit dem Hauptsitz in Baden-Baden mit ca. 9000 Mitgliedern noch nicht gegeben hat - eine Premiere also dafür, sich gegenseitig in einem Projekt zu unterstützen - (in der Vereinssatzung: das Wissen um die Rose mehren). Das sei eine ganz wunderbare Sache, die beispielhaft auch für andere sein soll.

Das ganze war auch recht anstrengend, aber - so Frau Nasarian - ohne Anstrengung kann man auch nicht so etwas Schönes schaffen. Auf die Befürchtungen, daß vielleicht die Rosen beschädigt werden könnten, meinte sie, daß es zunächst nur auf die Tat an sich ankäme. Das allein wäre schon gut. Wichtig sei auch, daß jeder Beteiligte selbst einmal den Spaten in der Hand gehabt hat. Eine Rose selbst zu pflanzen hat stark mit dem Erleben zu tun. Man fühlt sich anders damit verbunden. Rosen haben etwas Heilendes. Sie wirken auf die Atmosphäre eines Ortes. Als Vorsitzende eines Freundeskreises von 1600 Mitgliedern betonte sie auch noch einmal, wie wichtig es ist, daß möglichst viele sich auch aktiv an Aktionen beteiligen sollten, damit die Sache wachsen kann.

Am Abend müde - die fleißigen Gäste erabschiedet - Nieselregen

>zurück zur Übersicht<


1. Vorsitzender: Henning Sannemann
stellvertr. Vors.: Niels Biewer



Südstr. 50
49084 Osnabrück





Kontakt / Impressum

Aktualisiert am: 02.09.2009 um 11:56 Uhr
Besucher gesamt seit Oktober 2006: 59.952