Förderkreis Hasefriedhof - Johannisfriedhof e.V.

Berichte

Gründungsfeier des Vereins am 3. Juni 2005

Mit so einer großen Resonanz hatte wohl kaum einer gerechnet. Die 70 Sitzplätze der Friedhofskapelle auf dem Hasefriedhof waren schnell belegt. Und selbst die Stehplätze mussten zwischenzeitlich mit den vor der Tür wartenden Gästen getauscht werden.

Einen schöneren Auftakt für die folgenden Veranstaltungen des erst sechs Monate alten Förderkreises hätte man sich nicht wünschen können.

Dass zudem auch noch zwei Bürgermeister unter den Anwesenden waren sowie Mitarbeiter verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung freute den Vorsitzenden Matthias Rinn sehr.

Bürgermeister Jasper sprach die Grußworte der Stadt. Nicht zuletzt sein persönlicher Bezug zum Hasefriedhof, (die Grundstücksgrenze seines Elternhauses endete an der Hasefriedhofsmauer) sondern auch der kulturhistorische Wert, die Pflanzenwelt, die Osnabrücker Familiengeschichten machen seiner Meinung nach den Reiz des einzigartigen Ortes aus.

Herr Pfeiffer vom Fachdienst Bestattungen und Friedhöfe erklärte, was die Entwidmung für die beiden Friedhöfe im Jahr 2015 bedeutet. Die Friedhöfe, auf denen seit 1995 keine Bestattungen mehr stattfinden, unterliegen noch bis 2015 der Obhut der Stadt. Solange gelten sie offiziell als Friedhöfe, die „unterhalten“ werden müssen. Im Anschluss daran werden sie als öffentliche Grünflächen - für die es im Augenblick noch keine konkrete Planung gibt - eingestuft.

Ein einzigartiges Phänomen sei, wie selbstverständlich Menschen aller Konfessionen nebeneinander in Osnabrück begraben wurden, betonte Herr Switala vom Fachdienst Denkmalpflege. Beide Friedhöfe bieten die Möglichkeit für kulturhistorische Entdeckungsreisen. Zum Beispiel spiegelten die Grabsteininschriften bei Frauengräbern den Wandel im Frauenbild in den letzten beiden Jahrhunderten wider. Zudem könne man alle Baustile, die das Stadtbild seit 1800 prägen auf den beiden Friedhöfen wiederfinden. Der Friedhof sei damit gleichsam eine begehbare Architekturgeschichte der Stadt Osnabrück.

Für die musikalisch-literarische Begleitung sorgten Gerrit Loets am Klavier, Reinhard und Judith Duhme sowie Christian Felsner. Mit teils komischen, teils nachdenklichen und nicht zuletzt skurrilen Stücken, wie das Dramulett von Woody Allen, in dem der Tod einen spektakulären Auftritt plant und dabei fast von der Dachrinne stürzt … und schließlich von seinem Opfer überredet wird, mit ihm Karten zu spielen, um dem Tod noch einen Tag abzuringen…

Erfreulich war auch die Spendenbereitschaft, die den ersten Grundstock für die Restaurierung der Lepenau Kapelle gelegt hat. Es kamen 128,50 € zusammen.

Im Anschluss an die Veranstaltung ergaben sich zahlreiche anregende Gespräche, in denen Ideen ausgetauscht und weitere mögliche Projekte angedacht wurden. Der rege Zuspruch gibt Anlass zu der Hoffnung , dass bei den Anliegen des Vereins auch in Zukunft mit einer breiten Unterstützung durch die Osnabrücker Bürger zu rechnen ist.

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1. Vorsitzender: Henning Sannemann
stellvertr. Vors.: Niels Biewer



Südstr. 50
49084 Osnabrück





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Aktualisiert am: 02.09.2009 um 11:56 Uhr
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